Ohne Vieh und Acker

Oliver Stengel entwirft die Vision einer Welt, in der wir die landwirtschaftlichen Flächen komplett der Natur zurückgeben und unsere Rohstoffe und Nahrung aus Zellen züchten.

Ernährung und Umwelt nach der postlandwirtschaftlichen Revolution

Die heutige Landwirtschaft ist einer der Hauptverursacher von Klimakrise und Artensterben. Mehr Bio, weniger Pestizide und regionale Kreisläufe gelten dafür als Gegenmittel – doch für Oliver Stengel liegt die einzig wirksame Lösung in der vollständigen Abschaffung der Landwirtschaft. Unterstützen Sie sein Buchprojekt, das einen radikalen Plan für die Ernährung der Zukunft entwirft!

»Wenn der Kollaps des globalen Ökosystems vermieden und eine sichere Versorgung für bald zehn Milliarden Menschen möglich werden soll, muss die Menschheit die klassische Land- und Viehwirtschaft hinter sich lassen.«

Das Buch

Jedes Jahr werden in Südamerika, Afrika und Südostasien große tropische Waldflächen abgebrannt, um Platz für Weide- und Ackerflächen zu schaffen. Dadurch geht wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten verloren und ein wichtiger CO2-Speicher für den Planeten. In der Folge wird es trockener und wärmer. Weltweit bedrohen agrarwirtschaftliche Nutzflächen die Natur – und da die Weltbevölkerung weiter wächst und immer mehr Lebensmittel benötigt, sind weitere Waldflächen bedroht. Dabei bräuchte der Planet dringend mehr unberührte Natur, damit die negativen ökologischen Eingriffe der Menschheit ausgeglichen werden können.

Möchte die Menschheit ihr eigenes Überleben nicht gefährden, muss sie die jahrtausendealte Land- und Viehwirtschaft völlig neu denken. Dieses Buch entwirft dazu eine klare Vision: Fleisch kann durch die Vermehrung tierischer Muskelzellen produziert werden, Kuhmilch mithilfe von Mikroorganismen entstehen, Palmöl durch Hefezellen hergestellt werden. Selbst Holz lässt sich aus Zellen im Labor generieren. So entstehen naturgleiche Produkte weitaus effizienter und umweltfreundlicher als auf dem Acker.

Das Ziel dieser Revolution ist eine rettende Utopie: eine postlandwirtschaftliche Welt ohne Weiden, Felder und Plantagen, dafür mit viel Platz für Flora und Fauna.

Der Autor

Oliver Stengel studierte Soziologie, Psychologie und Politik. 2011 promovierte er zum Thema Suffizienz. Seine bei oekom publizierte Dissertation wurde mit zwei Forschungspreisen ausgezeichnet. An der Hochschule Bochum hat er eine Professur für Nachhaltige Entwicklung inne. Globale Transformationen und nachhaltige Entwicklung sind die zentralen Themen seiner Forschung.

 

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