Monokultur

Florian Hurtig zeichnet die Ideengeschichte der Monokultur nach und entwickelt daraus eine Theorie der Verlustgeschichte.

Die Monokultur ist heute in aller Munde, z. B. als Grund für das Insektensterben oder als Inbegriff freudloser Landschaften. Wie aber ist ihre historische Entwicklung, was ihre Ideengeschichte? In seinem Buch »Monokultur – eine Verlustgeschichte« zeichnet Florian Hurtig ihre Entwicklung als Verdrängung der ihr vorausgehenden Mischsysteme (Polykulturen) nach und entwickelt daraus eine Theorie der Verlustgeschichte. Unterstützen Sie die Veröffentlichung des Buches!

»In diesem Buch wird die Monokultur komplett in Frage gestellt und neu interpretiert. Dabei erschließt sich eine ganz neue Sicht auf Polykulturen.«

Das Buch

Nicht der Getreideanbau in Mesopotamien, sondern die Nutzung der Esskastanie in polykulturellen Waldgärten in Japan war global betrachtet der Anfang des Pflanzenbaus und der Sesshaftwerdung. Faktenreich zeigt das Buch, wie mit der Entstehung hierarchischer Gesellschaften und Staaten in der Landwirtschaft die Tendenz zu Monokultur, Monotechnik und Monopol entstand und damit Entwicklungen in Richtung Vielfalt und Polykultur unterdrückt wurden. Die Betrachtung beschränkt sich nicht allein auf die Landwirtschaft, sondern macht deutlich, wie Landwirtschaftssysteme und Gesellschaftsstruktur ineinandergreifen. Es wird veranschaulicht, wie sich Monokultur und Monotechnik vor allem in der Moderne auf alle Lebensbereiche ausdehnten und zu wichtigen Werkzeugen des Kolonialismus wurden.

Die Aktualität dieser Entwicklungen, die bis in unsere Gegenwart reichen, zeigt sich in ihren dramatischen, globalen Folgen: Hunger, Klimawandel, Bodenerosion, Ressourcenvernichtung, Artensterben. Ein Ausblick beschreibt die Möglichkeiten von Polykulturen, die eine weit höhere Flächenproduktivität haben, die Grundlage für Ernährungssouveränität bilden, Artenvielfalt und Humusbildung fördern, und somit zur Stabilisierung unseres Klimas beitragen können.

Der Autor

Vielfalt statt Einfalt – diesen Anspruch verfolgt Florian Hurtig in Theorie und Praxis. Er ist Baumpfleger, Permakulturdesigner, Hobbysoziologe und -historiker sowie Klimaaktivist. Aus seiner Beschäftigung mit baumbasierten Polykultursystemen entwickelte er eine Theorie der Differenz des sozialen Netzes, das um Monokulturen oder Polykultursystemen gestrickt ist. Selbst bewirtschaftet er eine baumbasierte Polykultur – die Hundertkultur ­–, eine Fläche von eineinhalb Hektar, auf der einhundert verschiedene Kulturen wachsen werden. Zusammen mit Freunden gründete er ein Kollektiv, mit dem er eine mobile Obstsaftpresse betreibt und Obstbaumschnitt anbietet.

 

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