Genial lokal – So kommt die Ernährungswende in Bewegung

Eine neue soziale Bewegung entsteht. Eine Bewegung, die die Ernährungswende »von unten« vorantreibt.

Vor dem Hintergrund internationaler Erfahrungen und in umfassend recherchierten Beiträgen diskutiert »Genial lokal« die aussichtsreichsten Strategien für die zukunftsfähige Transformation lokaler Ernährungssysteme. Es lässt sich zudem als vielseitige Handreichung zur Gründung von Ernährungsräten nutzen.

Unterstützen Sie die Kampagne zum Buch und die Ernährungswende von unten!

»Über unser Essen wird in Konzern-Zentralen und europäischen Behörden entschieden. Wir wollen es wieder in unsere Hände nehmen!«
Valentin Thurn

Genial lokal

Die AutorInnen

Valentin Thurn wurde als Regisseur von »Taste the Waste – die globale Lebensmittelverschwendung« und »10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?« international bekannt. Er schrieb er die Bücher »Die Essensvernichter« und »Harte Kost«, und realisierte über 40 Dokumentationen für ARD, ZDF und ARTE. Darüber hinaus gründete er 2012 den Foodsharing e.V. und 2014 den Taste of Heimat e.V. Er ist Vorsitzender des Kölner Ernährungsrates und hilft derzeit mit, ein Netzwerk der Ernährungsräte im deutschsprachigen Raum aufzubauen.

Gundula Oertel ist freie Journalistin und Autorin mit den Schwerpunkten Landwirtschaft, Umwelt, Ernährungspolitik und Transformation. Seit 2015 engagiert sie sich auch unmittelbar in der Berliner Stadternährungspolitik, war an der Gründungsinitiative für einen Berliner Ernährungsrat beteiligt und gehört seinem Sprecher*innenkreis an. Ihr erstes Buch »Taste the Waste – Rezepte und Ideen für Essensretter«, veröffentlichte sie gemeinsam mit Valentin Thurn im Jahr 2011.

Christine Pohl befasst sich seit vielen Jahren mit den Themen Ernährung und Landwirtschaft und der Frage nach einer sozial und global gerechten Ernährungswende. Sie hat die Gründung des Berliner Ernährungsrat mit angestoßen, fungiert als seine Koordinatorin und gehört seinem Sprecher*innenkreis an. Bei INKOTA, Oxfam, Friends of the Earth und als freiberufliche Autorin hat sie sich mit globalen Ernährungssystemen, Konzernmacht und -verantwortung sowie Handels- und Entwicklungspolitik beschäftigt.

»Wir brauchen Ernährungspolitik in den Städten, denn hier müssen die Veränderungen beginnen. Ernährungsräte sind die lokale Antwort auf viele Probleme, die das globalisierte Ernährungssystem verursacht!«
Christine Pohl

Das Buch

Die Zeit ist reif für eine zukunftsfähige Ernährungswende! Die Politik zeigt bisher jedoch wenig Neigung, sie umzusetzen. Deshalb machen jetzt zivilgesellschaftliche Initiativen den Wandel zu ihrer Sache. Food policy councils liefern das Vorbild, an dem sich die bei uns meist »Ernährungsrat« genannten Bürgerbündnisse orientieren.

Ernährungsräte geben den Menschen die Entscheidungsmöglichkeiten über ihr Essen zurück und machen sie unabhängiger von der Nahrungsmittelindustrie.

Valentin Thurn, Gundula Oertel und Christine Pohl zeigen anhand internationaler und lokaler Beispiele, wie entschlossen und erfolgreich diese die Ernährungswende von unten in Gang bringen. Das Buch vertieft die Fragen, die sich dabei stellen. Etwa, wie die Chancen für eine relokalisierte Versorgung und Nahrungssicherheit der Städte und Kommunen aus wissenschaftlicher Perspektive stehen; wie ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in einer zukunftsfähigen Ernährungsstrategie vereint werden; oder wie Bürger*innen die Bestimmungsmacht über ihre Teller tatsächlich zurückerobern können.

Dazu stellt das Buch praxisorientiertes Rüstzeug bereit. Es hilft dabei, regional angepasste Strategien zu entwerfen. So werden lokale Ernährungsräte zu einem politisch wirkungsmächtigen und strukturell gut handhabbaren Instrument der Durchsetzung der Ernährungswende!

»Es gibt ein Menschenrecht auf Nahrung, aber es gibt kein Menschenrecht auf frische Erdbeeren im Dezember!«
Gundula Oertel

Ihre Unterstützung

Wir wollen die Idee der Ernährungswende möglichst weit verbreiten und zeigen, wie Ernährungsräte vor Ort gegründet werden können. Deshalb wollen wir nicht nur das Buch über Vorbestellungen teilfinanzieren, sondern Unterstützer*innen auch die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden!

Bei diesem Projekt führt Ihre Unterstützung dabei sicher zum Ziel: Die Summe muss  nicht unbedingt vollständig zusammenkommen – jeder Kauf wird abgewickelt und jeder Euro fließt direkt in das Projekt. Denn mit jeder Unterstützung helfen Sie uns, das ökonomische Risiko zu minimieren.

Unsere Partner

Porträt Valentin Thurn: © Monika Nonnenmacher; Porträt Gundula Oertel: © Nikolaus Karlinský; Porträt Christine Pohl: © privat.

Diskussion zu diesem Buchprojekt


Jens Nagel
1 Monat 30 Tage

Oh ja, wir können was tun los geht’s!
Bin seit einigen Jahren Imker vorerst nur in Leipzig aber jetzt auch in Südbrandenburg am Rande eines Naturschutzgebietes.
Mal sehen wie sich die Völker dort entwickeln.
Was kann ich als HobbyImker tun um die Ernährungswende mit zu gestalten?
Spenden kann ich leider nicht da ich als alleiniger Ernährer ( 6 – köpfige Familie) mit Mindestlohn. überhaupt keine Sprünge machen kann.
Und der Kauf meiner derzeitigen Völker musste ich mit Geld des kapitalistischen Ausbeutungspraxis bezahlen!!!!
Mit solidarischen und friedenspolitischen Grüßen
Jens Nagel

Gundula Oertel
1 Monat 25 Tage

Lieber Jens Nagel,
wir freuen uns über jeden und jede, deren Interesse an Ernährungsratsinitiativen durch unser Buch geweckt wird, auch wenn im Einzelfall finanziell kein Spielraum für Spenden oder Buchkauf da ist. Eben deshalb schreiben wir ja, weil wir wissen, dass die im eignenen Betrieb erwirtschafteten Mittel für viele Landwirte und Imker kaum reichen, um auch nur die eigene Familie gut leben zu lassen!
Mittun ist aber praktisch jederzeit erwünscht: Leipzig hat seit Kurzem einen eigenen Ernährungsrat, wo alle Interessierten mitmachen können ( Kontakt siehe Internetseite). Und auch in der Prignitz in Brandenburg sprießt ein zartes Pflänzchen gerade in diese Richtung, da könnte ein Kontakt zu Frank Nagel im Sprecher*innenkresi des Berliner Ernährungsrates weiterhelfen! ( am besten auch über die Website an den Berliner Rat via Infoadresse schreiben)
Herzlichen Gruß
und Alle Macht den Räten!
Gundula Christiane Oertel